Lager-App für Marktstand, Wochenmarkt, Foodtruck und Reisegewerbe im Vergleich (2026)
Die Ofisx Lagerverwaltung (offline) – bei Google Play und im App Store „Lagerverwaltung – Inventar“ – ist eine Lager- und Verkaufs-App für Android und iPhone, die zu 100 % ohne Internet läuft: Auf dem Wochenmarkt, wo das Netz oft wegbricht, scannen Sie Barcodes mit der Kamera, buchen Verkäufe, drucken einen Beleg und zählen abends, was übrig ist – ohne Konto und ohne Datenverbindung. Die Daten bleiben auf dem Handy und lassen sich über Google Drive oder iCloud sichern; bis 100 Artikel und 300 Buchungen ist sie kostenlos. Wer mehrere Stände, Aushilfen oder Wagen und Lager getrennt führen will, findet bei Ofisx auch eine Online-App. Unten vergleichen wir beide ehrlich mit den Kassen-Apps und Lösungen, die Markthändler, Foodtrucks und Reisegewerbetreibende in Deutschland, Österreich und der Schweiz am häufigsten nutzen – inklusive der Frage, wann Sie eine TSE-Kasse oder Registrierkasse brauchen.
Kurze Antwort: welche passt zu Ihnen
- Sie stehen allein am Stand, und auf dem Marktplatz ist das Netz schlecht: Ofisx Lagerverwaltung (offline) – läuft zu 100 % ohne Internet auf einem Handy: Verkauf per Barcode, Belege als PDF oder auf dem 58‑/80‑mm-Thermodrucker, Restbestand zählen, Kundenkonten. Kostenlos bis 100 Artikel und 300 Buchungen; Pro im Monats- oder Jahresabo oder als einmaliger Lifetime-Kauf – ein Abo ist nicht zwingend. Keine TSE-Kasse: für die Kassenpflichten siehe unten.
- Mehrere Stände, Aushilfen oder Wagen und Lager getrennt: Ofisx Inventar App (online) – Bestand pro Fahrzeug und pro Lager, Mitarbeiterkonten mit Berechtigungen, Verkäufe pro Mitarbeiter, Web-Version. Braucht Internet.
- Kartenzahlung steht an erster Stelle, mit 4G-Terminal: SumUp – Kassenfunktionen ohne Monatsgebühr, Solo Lite 34 €, Solo mit eigener SIM-Karte 79 € (zzgl. MwSt.), 1,39 % pro Kartenzahlung vor Ort; die Solo-Seite nennt einen Offline-Modus.
- Kasse, Kartenleser und Bestand von PayPal, bei gutem Netz: PayPal POS (ehemals Zettle) – App ohne Monatsgebühr, erster Kartenleser 29 € zzgl. MwSt., 1,39 %; Offline-Zahlungen gibt es laut Hilfe-Center nicht in der Standard-App.
- Eine fertige TSE-Kasse (Deutschland) bzw. Registrierkasse mit Signatur (Österreich) samt Lagerbestand: ready2order – ab 35,90 € pro Monat und Kassengerät bei jährlicher Zahlung, plus TSE-Paket bzw. Signaturzertifikat; Offline-Modus nur als Notbetrieb bis 48 Stunden.
- Kostenlose Kassen-App, die bei Netzausfall weiter verkauft: Loyverse – offline werden aber Lagerbestand und Warnungen nicht angezeigt, und integrierte Kartenterminals funktionieren nicht.
- Nur den Bestand am iPhone zählen, ohne Verkauf: Kantro – offline, ohne Konto, Barcode und Lagerort; keine Kasse, keine Kundenkonten.
Lager-Apps und Kassen-Apps für den Markt im Vergleich
| Lösung | Ohne Netz am Stand | Bestand (Stand, Wagen, Lager) | Kartenzahlung | Mehrere Stände oder Mitarbeiter | Preis (geprüft am 14.10.2026) | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ofisx Lagerverwaltung (offline) | Ja, zu 100 % – Verkauf, Bestand und Belege ganz ohne Verbindung, Daten auf dem Gerät | Bestand eines Geräts: Ein- und Ausgang, Mindestbestand-Warnung, Inventur und Bestandszählung; getrennter Bestand pro Fahrzeug im Store-Eintrag nicht genannt | Nein – kein Zahlungsterminal; Sie kassieren bar oder mit Ihrem eigenen Kartenleser und buchen den Verkauf | Nein – ein Gerät, kein Mehrbenutzerzugang, keine Web-Version | Kostenlos bis 100 Artikel und 300 Buchungen; Pro (App Store Deutschland und Österreich) 3,99 €/Monat, 14,99 €/Jahr oder 24,99 € Lifetime; Schweiz CHF 3.00/Monat, CHF 10.00/Jahr oder CHF 20.00 Lifetime – Abo nicht zwingend | Markthändler allein am Stand, auf Wochen-, Floh- und Weihnachtsmärkten ohne verlässliches Netz, die mit einem Handy verkaufen und zählen |
| Ofisx Inventar App (online) | Nein – Cloud-App, braucht Internet (mobile Daten oder WLAN) | Ja – Bestand pro Fahrzeug und pro Lager, Mindestbestand-Alarm, Inventur, Bewegungshistorie | Nein – kein integriertes Zahlungsterminal | Ja – Mitarbeiterkonten mit Berechtigungen, Verkäufe pro Mitarbeiter, Handy, Tablet und Web mit demselben Konto | Download und Registrierung kostenlos; App Store Deutschland und Österreich: Abo 7,99 €/Monat oder 44,99 €/Jahr, Premium 14,99 €/Monat oder 69,99 €/Jahr; Schweiz: CHF 6.00/Monat oder CHF 35.00/Jahr, Premium CHF 10.00/Monat oder CHF 50.00/Jahr | Händler mit mehreren Ständen, Aushilfen, Verkaufswagen und Lager, auf Märkten mit brauchbarem 4G |
| SumUp | Die Solo-Produktseite nennt einen Offline-Modus; Bedingungen (Limits, Fristen) dort nicht angegeben. Solo hat eine eigene SIM-Karte mit 4G, Solo Lite nutzt die Verbindung des Handys | Bestandsverwaltung laut Seite der SumUp Kasse; Barcode-Scan gehört zu Kassensystem Plus | Ja – Solo Lite, Solo, Terminal oder Tap to Pay am Handy | Personalverwaltung laut Seite der SumUp Kasse; Details nicht geprüft | Ohne Monatsgebühr: 1,39 % pro Kartenzahlung vor Ort (Zahlungen Plus 19 €/Monat: 0,79 % für inländische Karten); Kassensystem Plus 49 €/Monat; Solo Lite 34 €, Solo 79 €, SumUp Kasse ab 399 € (Hardware zzgl. MwSt.) | Händler, die vor allem Karte annehmen wollen – mit einem kleinen 4G-Terminal |
| PayPal POS (ehemals Zettle) | Nein in der Standard-App – Offline-Zahlungen gibt es laut Hilfe-Center nur in ausgewählten Kassen-Apps mit dem PayPal-SDK | Ja – Bestand verwalten in der kostenlosen App laut Preisseite | Ja – Kartenleser mit dem Handy oder All-in-One-Terminal | Nicht geprüft | 0 € Monatsgebühr; erster Kartenleser 29 € (Neukunden-Angebot), weitere 79 €, Terminal 199 €, mit Barcode-Scanner und Drucker 249 € (zzgl. MwSt.); 1,39 % pro Kartenzahlung vor Ort | Händler mit gutem 4G, die Kasse, Karte und einfachen Bestand ohne Monatsgebühr wollen |
| ready2order | Notbetrieb: Kassenoberfläche offline nutzbar, wenn Sie vorher online angemeldet waren; höchstens 48 Stunden am Stück, Verwaltung nur online | Ja – Produktverwaltung und Lagerbestand | Ja – eigene Geräte und SumUp Solo als externes Terminal im Shop | Ja – Multi-Login für mehrere Mitarbeiter; Preis pro Kassengerät | Kassensystem-Abo 35,90 €/Monat pro Kassengerät bei jährlicher Zahlung (430,80 €/Jahr); Deutschland: TSE-Paket 15,90 €/Monat; Österreich: Signaturzertifikat 12,00 €/Monat; Aktivierung einmalig 99 € (alle Preise exkl. MwSt.) | Händler und Foodtrucks, die eine fertige Kasse für TSE (Deutschland) bzw. Registrierkassenpflicht (Österreich) mit Lagerbestand brauchen |
| Loyverse | Teilweise – Verkäufe und Belege werden offline gespeichert und später synchronisiert | Ja, aber Lagerbestand und Warnungen bei negativem Bestand werden offline nicht angezeigt; erweiterte Lagerverwaltung kostenpflichtig | Integrierte Terminals je nach Land; sie funktionieren offline nicht | Mehrere Filialen kostenlos; Mitarbeiterverwaltung 5 $/Monat pro Mitarbeiter | Kasse kostenlos; erweiterte Lagerverwaltung 25 $/Monat pro Filiale, Mitarbeiterverwaltung 5 $/Monat pro Mitarbeiter, unbegrenzte Verkaufshistorie 5 $/Monat pro Filiale (USD) | Stände, die eine kostenlose Kasse auf Handy oder Tablet wollen und bei Netzausfall auf die Bestandsanzeige verzichten können |
| Kantro | Ja – laut App Store „komplett offline und ohne Konto“, Katalog auf dem Gerät | Ja – Menge, Lagerort, Wareneingang und -ausgang, Bewegungen | Nein | Nicht angegeben – nur iPhone | Kostenlos mit In-App-Käufen: Kantro Pro 9,99 €/Monat oder 69,99 €/Jahr (App Store Deutschland), Schweiz CHF 9.00 oder CHF 50.00; Grenzen der Gratis-Version nicht angegeben | Verkäufer mit iPhone, die nur Bestand und Lagerorte zählen wollen, ohne Verkäufe zu buchen |
| Notizbuch oder Tabelle (Excel, Google Sheets) | Notizbuch ja; Tabelle am Handy je nach App und Einstellung | Von Hand – geladene und zurückgebrachte Mengen abschreiben | Nein | Schwierig – Dateikopien oder geteilte Online-Tabelle | Kostenlos oder fast | Start, kleines Sortiment, ein bis zwei Markttage pro Woche |
Die Lösungen im Detail
Ofisx Lagerverwaltung (offline)
Von Anfang an für den Betrieb ohne Internet und ohne Registrierung gebaut: Sie legen Ihre Artikel an (oder importieren sie aus Excel), scannen Barcodes mit der Handykamera und buchen Verkauf, Einkauf, Retouren und Ausgaben direkt am Stand. Jeder Verkauf bucht den Bestand ab; Beleg oder Rechnung teilen Sie als PDF oder drucken sie auf einem 58‑mm- oder 80‑mm-Thermodrucker.
Abends zeigt die Inventur (Bestandszählung), was übrig ist und was Sie für den nächsten Markt nachladen müssen; die Mindestbestand-Warnung meldet knappe Artikel. Berichte zeigen Gewinn, MwSt, Kassenfluss und Top-Artikel, und Kunden- und Lieferantenkonten führen Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungen und Fälligkeiten – praktisch für Gastronomie- oder Hofladenkunden, die auf Rechnung kaufen. Über 140 Währungen.
Die Daten bleiben auf dem Handy: Das manuelle Backup auf Google Drive oder iCloud ist kostenlos, Pro schaltet unbegrenzte Artikel und Buchungen sowie das automatische tägliche Backup frei. Pro gibt es monatlich, jährlich oder als Einmalkauf (Lifetime). Ehrliche Grenze: ein Gerät, kein gemeinsamer Bestand mit einer zweiten Person, und keine TSE. Mehr dazu im Vergleich der Lager-Apps ohne Internet.
Ofisx Inventar App (online)
Der Bestand wird pro Fahrzeug und pro Lager geführt: Sie sehen, was morgens in den Wagen geladen wurde und was im Lager bleibt. Verkauf, Einkauf und Retouren laufen per Barcode mit Kamera oder Scanner (mehrere Barcodes pro Artikel); Artikel importieren Sie gesammelt aus Excel mit Preis, MwSt und Foto. Belege und Rechnungen als PDF oder auf dem 58‑/80‑mm-Thermodrucker.
Jede Aushilfe hat ein eigenes Konto mit Berechtigungen, und Sie sehen am Handy oder am Rechner (Web-Version) Umsatz, MwSt, Kassenbericht, Bestseller und Verkäufe pro Mitarbeiter. Kundenkonten führen offene Posten mit Fälligkeiten, Erinnerungen und Kontoauszug als PDF. Den Online-Katalog teilen Sie per Link und nehmen Bestellungen über WhatsApp an – praktisch für Stammkunden, die vor dem Markt vorbestellen. 21 Sprachen, über 75 Währungen.
Ehrliche Grenze: Ohne Netz lässt sich kein Verkauf buchen. Wenn Ihr Standplatz oft im Funkloch liegt, ist die Offline-Variante sicherer – sie läuft aber nur auf einem Gerät. Auch die Online-App ist keine TSE-Kasse.
SumUp
SumUp ist bei Markthändlern wegen der kleinen Kartenterminals verbreitet. Ohne Monatsgebühr fällt nur die Gebühr pro Kartenzahlung an; Barzahlungen erfassen Sie in der SumUp Business App ohne Gebühr. Das Solo hat laut Produktseite eine integrierte SIM-Karte mit 4G und unbegrenztem Datenvolumen sowie WLAN und einen Offline-Modus – wie lange und bis zu welchem Betrag offline kassiert werden kann, steht dort nicht.
Die SumUp Kasse wird als TSE-konform beworben, und die Preisseite nennt „vollständig konforme Kassenfunktionen“. Lassen Sie sich im Zweifel bestätigen, welche Geräte- und App-Kombination die TSE abdeckt. Preise und Geräte in Österreich und der Schweiz können abweichen.
PayPal POS (ehemals Zettle)
PayPal POS kombiniert eine kostenlose Kassen-App für iPhone und Android – mit Artikeln und Bestandsverwaltung – mit einem Bluetooth-Kartenleser oder einem eigenständigen Terminal.
Wichtig für den Markt: Laut deutschem Hilfe-Center ist die Offline-Zahlungsfunktion „nicht in der standardmäßigen PayPal POS-App verfügbar“; bei Partner-Apps mit Offline-Funktion gelten 1.000 € pro Zahlung, 10.000 € insgesamt und eine 24-Stunden-Frist, das Ausfallrisiko trägt der Händler. Eine TSE wird auf der geprüften Preisseite nicht genannt – fragen Sie PayPal nach der Lösung für die Kassensicherungsverordnung.
ready2order
Österreichische Kassen-App für iOS, Android, Windows und macOS mit Produktverwaltung, Lagerbestand und Zusatzpaketen (Gastro, Kassenbuch, digitaler Beleg). Für Deutschland bietet ready2order ein TSE-Paket, für Österreich ein Signaturzertifikat für die Registrierkassenpflicht; mobile Hardware wie readyGo 2 kostet 389 €.
Laut Hilfe-Center ist der Offline-Betrieb nur für Notfälle gedacht: Sie müssen vorher mit Internet angemeldet gewesen sein, nach einem Neustart klappt die Anmeldung ohne Netz nicht, Offline-Rechnungen werden später synchronisiert, und die Kasse darf höchstens 48 Stunden am Stück offline sein. Für einen Stand, der regelmäßig im Funkloch steht, sollten Sie das vorher testen.
Loyverse
Loyverse ist eine kostenlose Kassen-App für Android und iPhone mit Lagerverwaltung, mehreren Filialen und Treueprogramm. Laut Hilfe-Center laufen Verkäufe offline weiter: Belege bleiben auf dem Gerät und gehen bei Verbindung ans Back Office. Offline werden aber Lagerbestand und Warnungen nicht angezeigt, Erstattungen sind gesperrt, und integrierte Kartenterminals funktionieren nicht.
Eine TSE für Deutschland bzw. Signatur für Österreich wird auf den geprüften Seiten nicht genannt – klären Sie das mit Loyverse, bevor Sie die App als Kasse nutzen.
Kantro
Junge Inventar-App fürs iPhone („Kantro: Inventory Tracker“), die Marktstände ausdrücklich als Zielgruppe nennt. Sie erfasst Name, SKU, Barcode, Menge, Einstands- und Verkaufspreis, Lagerort und Foto, offline und ohne Konto, mit CSV-Import und -Export.
Eine Kasse ist sie nicht: keine Belege, keine Kundenkonten, keine Android-Version. Bisher wenige Bewertungen.
Notizbuch oder Tabelle (Excel, Google Sheets)
Viele fangen mit dem Heft an: Was morgens in den Wagen geht, was abends zurückkommt – die Differenz ist der Verkauf. Bei wenigen Artikeln reicht das, aber Abschreibfehler häufen sich, und es gibt weder Mindestbestand-Warnung noch verlässliche Historie.
Wächst das Sortiment oder wollen Sie die Marge pro Artikel und pro Markt kennen, spart eine App mit Barcode-Scan und automatischer Bestandsbuchung Zeit. Siehe auch Lagerverwaltung: Excel oder App?.
So wählen Sie eine App für den Marktverkauf
- Was passiert, wenn das Netz weg ist? — Auf dem Dorfplatz, in der Markthalle oder auf einem vollen Weihnachtsmarkt ist das Mobilfunknetz oft überlastet. Es gibt drei Fälle: Die App läuft vollständig offline (Ofisx offline, Kantro); sie bucht Verkäufe weiter und synchronisiert später, mit Einschränkungen (Loyverse zeigt offline keinen Bestand, ready2order erlaubt höchstens 48 Stunden Notbetrieb); oder sie steht still (reine Online-Apps). Testen Sie Ihre App vor dem ersten Markttag im Flugmodus.
- Bestand am Stand, im Wagen und im Lager — Morgens laden, tagsüber verkaufen, abends zurückladen: Bei einem einzigen Stand reicht ein Bestand mit Zählung am Abend. Mit Lager und einem oder mehreren Fahrzeugen brauchen Sie eine App, die den Bestand pro Ort führt – die Online-App von Ofisx führt ihn pro Fahrzeug und pro Lager.
- Die Zählung nach dem Markt — Was abends in den Kisten liegt, ist die beste Kontrolle: Passen Soll-Bestand und Zählung nicht zusammen, gab es Tippfehler, Bruch, Verderb oder Schwund. Achten Sie auf Inventur per Barcode und eine Bewegungshistorie, damit Sie wissen, was Sie für den nächsten Markt nachladen. Mehr dazu: Inventur-App mit Barcode-Scanner.
- Kartenzahlung: integriert oder getrennt? — SumUp und PayPal POS bringen eigene Kartenleser mit und berechnen eine Gebühr pro Zahlung (je 1,39 % vor Ort ohne Monatsgebühr auf den geprüften Seiten). Eine Lager-App wie Ofisx wickelt keine Zahlungen ab: Sie behalten den Kartenleser Ihrer Wahl und buchen den Verkauf in der App. Bei Offline-Kartenzahlungen tragen Sie das Risiko, dass eine Zahlung später abgelehnt wird.
- TSE-Kasse, Registrierkasse und Belegpflicht — Deutschland: Eine allgemeine Registrierkassenpflicht gibt es nicht, die offene Ladenkasse (Bargeld in der Kassenlade, Tageskassenbericht) ist zulässig. Wer Verkäufe aber mit einem elektronischen Aufzeichnungssystem erfasst, muss es nach § 146a AO durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) schützen, dem Finanzamt melden und Belege ausgeben; bei Verkauf an viele unbekannte Personen kann das Finanzamt auf Antrag von der Belegausgabepflicht befreien. Österreich: Registrierkassenpflicht ab 15.000 € Jahresumsatz, wenn die Barumsätze 7.500 € übersteigen; Umsätze im Freien bis 45.000 € netto pro Jahr dürfen laut BMF per Kassasturz ermittelt werden. Schweiz: eine vergleichbare Kassenvorschrift haben wir nicht geprüft. Klären Sie Ihren Fall mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater.
- Allein oder im Team — Allein am Stand reicht eine App auf einem Handy, und vollständiger Offline-Betrieb ist ein echter Vorteil. Steht eine Aushilfe am selben Tag auf einem zweiten Markt, müssen alle denselben Bestand sehen – das geht nur mit einer Online-App mit Mitarbeiterkonten, also mit Netz zumindest zum Synchronisieren.
- Akku, Hardware und echte Kosten — Ein Markttag leert den Akku: Nehmen Sie eine Powerbank für Handy und Thermodrucker mit. Vergleichen Sie die Kosten über ein Jahr: Abo, kostenpflichtige Zusätze (Mitarbeiter, erweiterte Lagerverwaltung, TSE oder Signatur), Hardware und die Gebühr pro Kartenzahlung.
Was Ofisx nicht kann
- Die Ofisx Inventar App und die Ofisx Lagerverwaltung (offline) sind keine TSE-zertifizierten Kassensysteme im Sinne von § 146a AO und der Kassensicherungsverordnung und erfüllen nicht die österreichische Registrierkassenpflicht (Signatur/RKSV). Wenn Sie Barverkäufe elektronisch erfassen müssen oder wollen, nutzen Sie dafür eine zertifizierte Kasse und Ofisx für den Bestand; ob schon das Buchen von Verkäufen in einer App Kassenpflichten auslöst, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
- Sie wickeln keine Zahlungen ab: kein Kartenterminal, kein Tap to Pay, keine Zahlungslinks. Sie kassieren bar oder mit Ihrem eigenen Kartenleser und buchen danach den Verkauf.
- Belege und Rechnungen als PDF oder auf dem Thermodrucker ersetzen weder einen Kassenbeleg mit TSE-Daten noch eine E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) zwischen Unternehmen.
- Die Ofisx Lagerverwaltung (offline) läuft auf einem Gerät, ohne Mehrbenutzerzugang und ohne Web-Version; ein getrennter Bestand pro Fahrzeug wird im Store-Eintrag nicht genannt. Für mehrere Stände, Aushilfen oder Wagen und Lager brauchen Sie die Online-App – die ohne Internet nicht funktioniert.
Häufige Fragen
Welche Lager-App eignet sich für einen Marktstand?
Das hängt vor allem vom Netz und von der Zahl der Stände ab. Allein am Stand mit unzuverlässigem 4G: die Ofisx Lagerverwaltung (offline), die Verkauf und Bestand ganz ohne Verbindung auf Android oder iPhone bucht, kostenlos bis 100 Artikel und 300 Buchungen. Mehrere Stände oder Aushilfen, Wagen und Lager: die Ofisx Inventar App (online) mit Bestand pro Fahrzeug und Lager und Mitarbeiterkonten. Steht die Kartenzahlung im Vordergrund, schauen Sie sich SumUp oder PayPal POS an; für eine fertige TSE-Kasse bzw. Registrierkasse mit Lagerbestand ready2order.
Gibt es eine Lager-App, die auf dem Wochenmarkt ohne Netz funktioniert?
Ja. Die Ofisx Lagerverwaltung (offline) läuft zu 100 % ohne Internet: Verkäufe, Bestand, Belege und Kundenkonten bleiben auf dem Handy, gesichert über Google Drive oder iCloud. Kantro (iPhone) zählt den Bestand offline, bucht aber keine Verkäufe. Loyverse verkauft bei Netzausfall weiter, zeigt dann aber keinen Bestand, und ready2order erlaubt einen Notbetrieb von höchstens 48 Stunden.
Brauche ich als Markthändler in Deutschland eine TSE-Kasse?
Nicht zwingend: Eine allgemeine Registrierkassenpflicht gibt es nicht, und die offene Ladenkasse ist zulässig – mit Tageskassenbericht und den übrigen Aufzeichnungspflichten. Sobald Sie Barverkäufe aber mit einem elektronischen Aufzeichnungssystem erfassen, verlangt § 146a AO eine zertifizierte TSE, die Meldung ans Finanzamt und die Belegausgabe; bei Verkauf an viele unbekannte Personen kann das Finanzamt auf Antrag von der Belegausgabepflicht befreien. Eine Sonderregel für Wochenmarkt oder Reisegewerbe nennt § 146a AO nicht. Ofisx ist keine TSE-Kasse; klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, wie Sie Ihre Kasse führen.
Und in Österreich – gilt die Registrierkassenpflicht auch am Markt?
Grundsätzlich ja: Laut Finanzministerium besteht die Registrierkassenpflicht ab 15.000 € Jahresumsatz je Betrieb, wenn die Barumsätze 7.500 € im Jahr übersteigen, und die Belegerteilungspflicht gilt ab dem ersten Barumsatz. Für Umsätze im Freien – von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen, nicht in oder in Verbindung mit fest umschlossenen Räumen – gibt es eine Erleichterung: Bis 45.000 € netto Jahresumsatz darf die Tageslosung per Kassasturz ermittelt werden. Ob Ihr Stand darunter fällt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung. Ofisx erfüllt die Registrierkassenpflicht nicht; ready2order bietet dafür ein Signaturzertifikat.
Wie zähle ich den Bestand nach dem Markttag?
In Ofisx machen Sie eine Inventur (Bestandszählung): Restmengen scannen oder eintippen, der Bestand wird korrigiert, die Bewegungshistorie hält es fest, und die Mindestbestand-Warnung zeigt, was Sie für den nächsten Markt nachladen müssen. Wer jeden Abend oder zumindest jede Woche zählt, findet Tippfehler und Schwund schnell.
Kann ich den Bestand im Verkaufswagen und im Lager getrennt führen?
Ja, mit der Ofisx Inventar App (online): Sie führt den Bestand pro Fahrzeug und pro Lager, mit mehreren Benutzern und Web-Version; sie braucht Internet. Die Offline-Version von Ofisx führt den Bestand eines Geräts.
Kann ich mit Ofisx Kartenzahlungen annehmen?
Nein, Ofisx wickelt keine Zahlungen ab. Behalten Sie den Kartenleser Ihrer Wahl (zum Beispiel SumUp, PayPal POS oder den Ihrer Bank) und buchen Sie den Verkauf in Ofisx, damit der Bestand stimmt. Wenn Kasse, Karte und Bestand in einem Werkzeug sein sollen, sind SumUp oder PayPal POS die Alternative – laut PayPal-Hilfe-Center gibt es in der Standard-App von PayPal POS aber keine Offline-Zahlungen.
Ich habe einen Foodtruck – welche App passt?
Im Foodtruck geht es beim Bestand meist um Getränke, verpackte Ware und eingekaufte Zutaten. Dafür eignet sich Ofisx mit Mindestbestand-Warnung; prüfen Sie in der Gratis-Version, ob es zu Ihrem Ablauf passt, bevor Sie Pro kaufen. Verkaufen Sie vor allem zubereitete Speisen und erfassen Sie Bestellungen elektronisch, brauchen Sie in Deutschland eine TSE-Kasse bzw. in Österreich ab den Umsatzgrenzen eine Registrierkasse – etwa ready2order mit Gastro-Paket. Ob die österreichische Erleichterung für Umsätze im Freien für Ihren Foodtruck gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Was kostet eine Lager-App für den Markt?
Geprüft am 14. Oktober 2026: Die Ofisx Lagerverwaltung (offline) ist kostenlos bis 100 Artikel und 300 Buchungen, danach Pro 3,99 €/Monat, 14,99 €/Jahr oder 24,99 € einmalig (App Store Deutschland und Österreich; Schweiz CHF 3.00, CHF 10.00 oder CHF 20.00) – ein Abo ist nicht zwingend. Die Ofisx Inventar App (online): Download kostenlos, Abo 7,99 €/Monat oder 44,99 €/Jahr. SumUp und PayPal POS haben keine Monatsgebühr, nehmen aber 1,39 % pro Kartenzahlung vor Ort und brauchen einen Kartenleser (29 € bis 79 € zzgl. MwSt.). ready2order kostet ab 35,90 € pro Monat und Kassengerät plus TSE-Paket bzw. Signatur; Loyverse ist kostenlos, Zusätze in US-Dollar.